VS-Haltungshinweise
>Terrariengrößen: Für die meisten bodenbewohnenden
Vogelspinnen empfehle ich die Maße 40cm x 30cm x 30 cm
(Breite x Tiefe x Höhe). Hier haben die Spinnen und die
nötigsten Einrichtungsgegenstände ausreichend Platz. Die viel
verwendeten und empfohlenen Beckenmaße 30cm x 30cm x 30cm halte
ich persöhnlich für etwas zu eng, das hängt natürlich auch
von der Größe der Spinne ab. Für eine Theraphosa blondi würde
ich als Mindestmaß 60cm x 40cm x 40cm empfehlen. Ich habe für
meine Theraphosa blondi die Beckenmaße 80cm x 40cm x 40cm. Für
Baumbewohner sind die Beckenmaße 30cm x 30cm x 50cm (Breite x
Tiefe x Höhe) angebracht, so wird auch hier ein dekoratives
Einrichten ermöglicht. Für kleinere Baumbewohner sind die Maße
20cm x 20cm x 40cm auch noch OK.
>Bodengrund: Für bodenbewohnende Vogelspinnen verwende ich ein
Gemisch aus Blumenerde und Terrarienpreßziegelhumus 1:1, etwas
Kieß (eine Hand voll) zusätzlich, lockert den Boden noch etwas
auf.Die Mischung verwende ich da mir nur Blumenerde zu schwer und
farblich nicht sehr ansprechend erscheint. Verwendet man nur
diese Terrarienpreßziegel ist der Boden zu faserig was das
Graben der VS erschwert. Ein Gemisch aus beiden halte ich daher
für angebracht. Um höhere Luftfeuchtigkeit z.B. bei Theraphosa
blondi zu erreichen kann man das Terrarium zu einer Hälfte mit
dem Gemisch ausstatten, dort wo sich die Wohnrörhe befindet und
die andere Hälfte mit Pinienrindensubstrat (Repti Bark), welches
die Feuchtigkeit gut hält. Für Baumbewohner verwende ich das
Pinienrindensubstrat (Repti Bark).
>Einrichtung: Ein Wassernapf sowie eine geeignete Wohnhöhle sind
unverzichtbar. Ich verwende vorwiegend meine eigenen
Keramikprodukte aber auch Naturprodukte wie Korkeiche oder Äste
sind in meinen Terrarien zu sehen um die verschiedenen
Einrichtungsmöglichkeiten darzustellen. Von Brachypelmen wird
ein umgedrehtes Stück Korkeiche gerne als Sitzplatz verwendet.
Als Dekoration verwende ich ausschließlich Kunstplanzen, sie
sind unverwüstlich, leicht zu reinigen, und man braucht nicht
ständig im Terrarium bei der Grünzeugpflege die Spinnen
stören. Moos ist nicht nur dekorativ sondern hält auch gut die
Luftfeuchtigkeit. Ein Thermo-Hygrometer zeigt die Temperatur und
die Luftfeuchtigkeit an. Digitale Geräte sind recht gut, aber
auch ein bischen teurer als mechanische. Ich empfehle die runden
Thermo-Hygrometer mit goldfarbenen Rand deutscher Produktion
(sind im Shop abgebildet), da man diese leicht nachjustizieren
kann.Bei der Verwendung von Schiebescheiben sollte man ein
Terrarienschloß verwenden, nicht nur um neugierige Besucher von
der Spinne fern zu halten, sondern auch um neugierige Spinnen vor
dem Spazieren gehen in der Wohnung abzuhalten.
>Heizung und
Regeltechnik: Zum Beheizen und
auch zum Beobachten der Tiere halte ich die flachen
Terrarienleuchten 25W und 15W für am besten und auch am
preiswertesten. Die Scheiben nehme ich aus der Beleuchtung raus,
so ist der Wärmeverlust nicht so hoch und man kann die
Glühbirnen besser wechseln. Rotlicht ist nicht nur optisch sehr
schön, sondern es stört auch die Tiere nicht so wie eine grelle
Dauerbeleuchtung. Es empfehlen sich hierbei rote Kerzenbirnen 25W
oder für die kleineren Lampen rote15W Glühbirnen. Die Leuchten
sollte man auf das Terrarium legen und um ein eventuelles Platzen
der Terrarienscheibe zu verhindern einen Legobaustein oder eine
Klammer im hinteren Bereich unterlegen, so liegen die Leuchten
etwas schräg nach hinten auf dem Terrarium. Bei großen
Terrarien ab 50cm Breite kann ich die Economy Abdeckleuchten
empfehlen, diese kann man mit größeren Glühbirnen je nach
Wunsch austatten, auch hier gibt es verschiedenfarbige rote oder
auch blaue Glühbirnen. Möchte man Heizmatten verwenden, ob als
zusätzliche Heizung oder auschließlich, so rate ich dringend
davon ab diese unter dem Terrarium anzubringen. Das entspricht
nicht der natürlichen Wärmequelle in der Natur (die liebe
Sonne) ;-) Die Spinnen möchten sich nach unten graben um es dort
etwas kühler zu haben, aber es wird immer wärmer bis sie direkt
auf der Heizmatte oder der warmen Scheibe sitzen (und schwitzen)
:-( Also bitte die Heizmatte nie unter das Terrarium
anbringen !! Sie können die Heizmatte hinter das
Terrarium oder an eine Seitenscheibe kleben. Um ohne Probleme und
ständige Kontrolle die Temperatur im Terrarium zu regeln verwende
ich einen Thermo-Timer, dieser hat einen Temperaturfühler
der im Terrarium angebracht wird. Das Gerät kann man mit drei
Temperatur und Zeitzonen betreiben. Nötig ist nur eine Tag-und
Nachttemperatur die so gut eingestellt werden kann und vom Gerät
zur jeweilig gewünschten Zeit die Temperatur im Terrarium
regelt. So spart man Strom und auch ein Überhitzen oder
Unterkühlen des Terrariums wird verhindert. Verwendet man
baugleiche Terrarien ist ein Thermo-Timer für die
gesammte Terrarienanlage ausreichend. Es regelt sich so die
gesamte Anlage zeitgleich was für das Aussehen der Anlage und
auch für den Geldbeutel wichtig ist.
>Haltung der meisten
Vogelspinnenarten: Die meisten
VS-Arten lassen sich bei einer Tagestemperatur zwischen 26°C bis
28°C und einer Luftfeuchtigkeit um 60%-70% halten. Nachts ist
eine Nachtabsenkung auf rund 20°C OK wobei die Luftfeuchtigkeit
dann automatisch etwas ansteigt. Meine VS haben alle (bis auf
wenige Ausnahmen) eine Tagestemperatur 6:00-21:30 von 27°C die
Luftfeuchtigkeit regel ich der Art entsprechend.Nähere Infos zu
den einzelnen Arten und deren Haltugsbedingungen auf meiner
Zweitseite http://kurzer.onlinehome.de